Freitag, 27. November 2009

Die wunderbarste Resteverwertung ...

... wie ich finde - sind die Tatütas (Taschentüchertaschen).
Nachdem ich die Anleitung erst "ergoogeln" musste und das beste Ergebnis dann eine französische Anleitung war, habe ich dann beim 20. Tatüta gedacht, ich könnte das eigentlich mal kurz fotografieren, damit andere auch was davon haben ...
Also, Ihr braucht:
- einen Stoffrest 15cm x 17cm
- einen Stoffrest 4cm x 30cm (für das Schrägband)
- Rollschneider, Schneidunterlage, Schrägbandformer
- Bandreste (mind. 15cm Länge)
Zuerst wird der Stoffrest auf exakt 15x17 cm zugeschnitten (Edit: Wer`s fester mag, bügelt aufbügelbares Volumenvlies auf die linke Stoffseite), dann das Schrägband aus dem 4 cm schmalen Stoffstreifen hergestellt. Eine genaue Anleitung zur Herstellung von Schrägband findet Ihr auch hier (übrigens schneide ich für diese kleinen Tatütas das Schrägband nicht unbedingt im schrägen Fadenlauf zu).
Dann wird das Schrägband an den kurzen Seiten (15cm) aufgenäht. Eine genaue Anleitung dazu gibt's hier (übrigens bin ich ja faul, ich lege das Schrägband in diesem Fall einfach über die Kante und nähe es mit Zierstichen fest, ohne es vorher rechts auf recht fixiert zu haben ...).
Neben dem Schrägband jetzt die Bandreste (Zackenlitze, Samtband, Webband, ...) festnähen (das mache ich bei Samtbändern auch mit Zierstichen). Die Mitte der längeren Seite (17cm, also bei 8,5cm) markieren.
Die kurzen Seiten werden rechts auf rechts bis zu dieser Mittelmarkierung eingeschlagen und im Bereich der Nahtzugabe mit ein paar Stichen fixiert. Hier könnte Ihr vorher noch eine kleine Schlaufe aus einem schönen Bandrest oder das zur Mitte gefaltete eigene Label (Mitte liegt innen) auf die Mittelmarkierung nähen, das wirkt dann quasi wie ein Anhänger.
Die kurzen Seiten werden mit der Overlock genäht und versäumt. Über diese Naht nähe ich nochmal mit der Nähmaschine mit farblich passendem Garn.
Die Ecke einschlagen, dabei bilden die vorherige Naht und das Schrägband einen 90°-Winkel.
Die Ecken werden mit der Overlock genäht und versäumt, dabei werden sie abgschnitten und es entsteht eine ca. 2cm lange Naht. Auch über diese Naht nähe ich nochmal mit der Nähmaschine mit farblich passendem Garn.
Wenn Ihr das an allen 4 Ecken wiederholt, sieht das Ganze dann so aus:
Wenden - 10 Taschentücher rein - FERTIG!
Wenn Ihr das Ganze ohne Schrägband nähen wollt, dann muss das Stoffstück am Anfang in den Maßen 15x19cm zugeschnitten werden. Die kurzen Kanten werden versäubert, 1cm nach innen umgeschlagen und festgenäht. Dann folgen die Zierbänder usw.!
Ich freue mich über Eure Kommentare! Liebe Grüße, Brigitte

Dienstag, 24. November 2009

Ein Weihnachtsoutfit ...

... ist hier letzte Woche entstanden (aus für mich eigentlich sehr untypischen Farben...). Als kleiner Blickfang für den Stand am Weihnachtsmarkt am 3. Advent. Größe 134-152, damit es Sophia nächstes Jahr passt, falls ich es nicht verkaufe.
Natürlich nähe ich gerade eher kleinere Dinge wie Mützen, Taschen, Stifterollen etc., aber zu dieser Kombi hatte ich einfach soo Lust!
Sie besteht aus einer Mandala-Zoe (wie das Mandala auf's Shirt kommt, habe ich hier schon gezeigt), dazu dieser raffinerte Taschenrock - ein toller Schnitt!
Seitlich habe ich auch ein Mandala aufgebügelt, allerdings ohne Zierstiche, nur aus selbstgemachten Velours.
Dazu ein Täschli nach eigenem Schnitt aus Walk, Cord und Samt, komplett gefüttert. Auf einer Seite mit Häkelblume und Zierstichen, auf der anderen Seite mit Glitzer-Pilz-Applikation (Velours und Appli kombiniert).
Und dann noch eine Wendemütze aus Tildas Winterwelt (dort ist sie eigentlich gar nicht zum Wenden) aus Cord und Walk, jeweils mit 2 Reihen Zierstichen verziert.
Übrigens ist das Ganze auf einer selbstgemachten "Büste" dekoriert - ich habe mit der Stichsäge kurz einen "Torso" aus einem Abfallholzbrett ausgesägt und einen Holzstab als Ständer (auf den Fotos nicht zu sehen) drangeschraubt.
So, jetzt tauche ich mal wieder ab ... Bin gerade wirklich SEHR beschäftigt ... - aber wer ist das nicht?!
Zum Glück sind alle wieder gesund, zur Zeit ist das ja wirklich ein Wunder!
Ganz liebe Grüße,
Brigitte

Sonntag, 8. November 2009

Am Anfang war ein zu kurzes Miniröckchen, ...

... das ich nur eben verlängern wollte, indem ich einen Streifen Hilco-Velvet ansetzte. Aber dann konnte ich nicht mehr aufhören: Es musste noch mit dem schönen Asiaband und Zierstichen verziert werden und plötzlich fehlte noch ein passendes Oberteil.
Also noch eine Antonella dazu. Eigentlich traute ich mich gar nicht, die Ärmel so bunt zu machen, aber wie schön, dass ich eine große Tochter habe ("Sophia, meinst Du, das wird zu bunt, wenn ich mir auch mal so ein Shirt wie Dir mit bunten Ärmeln nähe?" - "Aber nein Mama, Du bist nicht brav und Du bist nicht langweilig, Du kannst das auch anziehen!". Durch diese Aussage beflügelt wurde alles erst richtig bunt)!
Die Antonella habe ich mit jeweils drei Biesen rechts und links unterhalb der Brust noch richtig tailliert, so sitzt sie gut. Der Ausschnitt ist mit elastischem Schrägband eingefasst, das auch mit Blümchen-Zierstichen verziert ist. Am Ende jeweils eine bunte Perle, das ersetzt dann gleich eine Kette.
Und natürlich braucht frau noch eine Winter-Tasche dazu, denn die hundert anderen passen ja eigentlich gar nicht. Aus Velvet-, Cord- und Doppelzottelresten. Und so habe ich endlich mal den Gib-mir-5-Schnitt von farbenmix aus der Patchwork-Spezialausgabe Taschen ausprobiert und das hat richtig Spaß gemacht! Herrlich zum Verarbeiten von Stoff- und Bandresten ...
Tasche und Shirt sind übrigens beide mit selbstgemachten Vögelchen-Velours verziert.
Und jetzt fehlt eigentlich noch eine passenden Fellweste dazu, oder??? Aber nein, mein Tag hat ja leider nur 24 Stunden ...
Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag!
Brigitte