Freitag, 30. April 2010

Strandkleidchen und Haarbandanleitung

Unser Ostsee-Urlaub in den Pfingstferien rückt näher und ich habe Sophia hoch und heilig versprochen, ihr noch ein Strandkleidchen zu nähen. In meinen Nähanfängen vor 2 Jahren hatte ich ihr eine Kombi aus Uta, KleinOland und gepimpter Jeanshose genäht, die sie heiß und innig geliebt hatte, jetzt aber beim besten Willen zu klein war. Sie hat das Strandkleidchen aus Sanetta-Jerseys nur unter der Bedingung hergegeben, einen Ersatz dafür zu bekommen: Und Juchuuhh! - Sie ist glücklich:Der wunderschöne Blumen-Jersey ist von Buttinette und hat nur 4,95 Euro gekostet!! Da ich nicht wusste, wie die Qualität bei Butinette ist, habe ich NUR 1 Meter bestellt - oh nein, nun ist nichts mehr übrig ...
Und unsere Basic-Kerstin aus türkisem Nicky vom letzten Jahr passt mal wieder perfekt auch zu diesem Kleidchen:
Und die Sketchers passen ebenfalls suuper:Uta ist eigentlich der perfekte Strandkleid-Schnitt: Bequem, oben schön schmal geschnitten - das Einzige, was fehlt, ist die Bauchtasche zum Unterbringen der viiielen Muscheln. Also habe ich kurzerhand die vom Drüber-Schnittmuster "geklaut". Vor dem Aufnähen habe ich wieder eines meiner Mandalas appliziert, diesmal ging das ganz schnell, denn in der Mitte habe ich nur eine aus dem Stoff ausgeschnittene Blume appliziert, dann 3 Reihen Zierstiche rundherum genäht, am Schluss noch grüne und silberne Straßsteinchen zwischen den Blütenblättern aufgebügelt.
Fast peinlich sind mir ja diese zwei Nachthemden: Aber ich zeige sie trotzdem, denn es sind auch Utas, ebenfalls gestern entstanden. Die Stoffe fanden ewig keine Verwendung, aber zum Wegschmeißen fand ich sie dann doch zu schade. Und bei einem Nachthemd kann man ja auch mal ungeliebtere Stoffe verwerten. Und Sophia brauchte DRINGEND leichte Sommernachthemden.
Der Schmetterling und die Sterne sind aus Velours ausgeschnitten und kurz draufgebügelt, damit die "grausigen" Stoffe wenigstens ein wenig aufgepeppt werden ...

Das Haarband zu unserem Uta-Kleid habe ich einem gekauften vom letzten Jahr nachgenäht. Es war ein wunderbarer Begleiter bei Wind, Sonne und mal ungewaschenen Haaren :-))
Einmal mittig gefaltet ist es eher ein Haarband, auseinandergezogen ein gut sitzendes Kopftuch.
Man braucht:


- Baumwollrechteck 28x37cm (1 cm Nahtzugabe ist schon an allen Seiten enthalten)

- Baumwollrechteck für Gummizugtunnel: 29x7,5cm (Nahtzugabe bereits enthalten: der Tunnel soll 3 cm breit werden)

-Gummiband (2,5cm Breite) ca. 16cm lang

1.Zunächst das große Baumwollrechteck an den langen Seiten 2x schmal umbügeln und absteppen.

2. Nun dasselbe Rechteck an den Schmalseiten einkräuseln. Dazu mit Geradstich und größtmöglicher Stichlänge 2 Nähte fast nebeneinander auf der Nahtzugabe nähen. An den Fadenenden ziehen, die Seiten weitmöglichst einkräuseln.

3. Für den Gummizug-Tunnel das kleinere Rechteck an den Längsseiten rechts auf rechts aufeinandernähen. Tunnel wenden und bügeln, dabei liegt die Naht in der Mitte. Gummiband einziehen und Nahtzugabe des Tunnels an den Schmalseiten nach innen klappen.

4. Die gekräuselten Enden an beiden Seiten in den Tunnel schieben (das geht am besten mit einer Pinzette). Mit mehreren Nähten das Kopftuch im Tunnel fixieren, dabei darauf achten, dass auch das Gummi mitgenäht wird.

So, nun freuen wir uns auf viele Strandfunde an der Ostsee!!
Seid herzlich gegrüßt!
Brigitte

Sonntag, 25. April 2010

Zum Wenden

ist diese Fleecejacke, die letzte Woche hier entstanden ist und bei der einige Knoten in meinem Hirn entstanden sind ... Sie sollte zum Wenden sein, aber trotzdem Ringel-Bündchen an Armen und Saum haben. Schnitt ist nicht Bandito, sondern Yorik und leider fällt sie nun riesig aus. Sophia kann also gut noch (ein paar Jahre ...) reinwachsen. Normalerweise hätte ich den Schnitt für sie verschmälert, aber da die Jacke ja zum Wenden ist, sind es ja eigentlich zwei komplette Jacken ineinander und deswegen habe ich mich an den Schnitt gehalten ... Praktisch für den Campingplatz, abends schön warm und wenn ein Fleck drauf ist, drehen wir sie einfach um ... Auf die rote Seite habe ich noch ein Äpfelchen auf Filz appliziert, der Stiel ist ein Punkteband, die Kerne sind aus Glitzerfolie. Am Arm das Love-and-Peace-Band und ein gekaufter Aufnäher.
Auf der orange-grünen-Seite ein gekaufter (gestickter) Marienkäfer-Aufnäher. Auf dem Ärmel das Pfotenband. Taschen und eine Kapuzenseite aus Jersey.
Und so habe ich's gemacht: Zuerst habe ich beide Jacken bis auf die Bündchen und den Wende-Reißverschluss fertig genäht und verziert.
Das Ringelbündchen unten habe ich dann als ein Stück an beide Jacken angenäht (es lag also zwischen den beiden Jacken), dann die Jacken rechts auf rechts ineinandergesteckt und den RV eingenäht (zunächst nur mit großem Geradstich, da ich immer wieder auftrennen musste bis wirklich auf beiden Seiten Taschen, Streifen und Kapuzennähte direkt gegenüber lagen). In der Seitennaht der einen Jacke hatte ich eine ausreichend große Wendeöffnung gelassen.
Die Ärmelbündchen habe ich zunächst nur an eine Jacke genäht, nach dem Wenden dann die Nahtzugabe des Ärmels der anderen Seite eingeklappt und mit dreigeteiltem Zickzack auf das Bündchen genäht.
Die geliebte 7/8-Hose ist übrigens eine Second-Hand-Hose, die neulich einen Rollersturz an den Knien nicht "überlebt" hat, also musste ich sie kürzen und die Kniepartien durch einen anderen Stoff ersetzen, unten dran habe ich dann noch einen Rüschen-Saum angesetzt.
Ich wünsche Euch eine schöne Woche!
Sonnige Grüße, Brigitte

Montag, 19. April 2010

Sinus und Cosinus

Neulich habe ich das Sinus- und Cosinus-Lineal aus dem Mathe-Unterricht zufällig wiedergefunden. Und jetzt habe ich mich doch tatsächlich mit den beiden Kurven angefreundet ... Das Lineal eignet sich herrlich, um Wellenlinien auf Stoff vorzuzeichnen und mit Zierstichen nachzunähen!!!
Angefangen hat alles so: Immer wieder blättere ich Zeitschriften durch, reiße Seiten heraus und hebe sie auf, weil ich denke, das könnte ich mal nachnähen. So war das auch mit diesem Kleid:Und nun endlich habe ich es umgesetzt, dabei eine meiner Bordüren von neulich verarbeitet. Als Stoff habe ich bequemen Stretch-Jeans verwendet.
Grundschnitt war mal Xenia, aber am Schluss ist es doch zu einem völlig eigenen Schnitt geworden: Im Rücken wieder gesmokt, ohne RV, statt Neckholdern zum Binden ein Gummizug-Tunnel. Die Passen sind nicht gedoppelt, sondern mit Schrägband nur von links eingefasst, so dass man das Schrägband nicht sieht. Trotzdem habe ich noch diese rote Bommelchen-Bordüre an den Rändern aufgenäht, da mir der Kontrast zum Jeansstoff so gut gefiel.
Ich gebe ja zu, es ist doch ganz anders geworden als die Vorlage, aber die dient ja sowieso nur als Idee ...
Hier sieht man ganz gut die Sinus- und Cosinus-Kurven unter der Bordüre:
In der Sonne glänzen die goldenen Zierstiche und das Band der Bordüre sehr edel. (Drüber passt eine rote Jersey-Kerstin noch vom letzten Jahr.) Durch den Smokeinsatz sitzt das Kleid am Rücken gut:
Und dann muss ich Euch noch zeigen, was der Osterhase gebracht hat:
Und das ist das erste Werk, sie ist soo stolz und hat gleich gefragt, ob wir das ins Internet stellen können ...
Ein schnörkelloser Elefant, ganz ohne Getüddel oder Applikation, so wollte sie ihn:
Liebe Grüße!

Mittwoch, 14. April 2010

Vögelchen und Kirschen

Richtig ausgetobt habe ich mich auf meinem ersten Insa-Röckchen aus dem sckl-Buch, wohl wissend, dass es so bunt und tüddelig bestimmt nicht mehr lange gewünscht ist. Und S. hat sich schon immer einen Rock gewünscht, der beim Drehen schwingt ...
Ein wenig erschrocken war ich ja schon, wie mädchenhaft, bunt und romantisch der Rock am Ende geworden ist. Da mussten die Pläne für's passende Oberteil über den Haufen geschmissen werden, denn es musste doch möglichst schlicht werden. Also nur eine braune Antonia mit dem süßen, lange gestreichelten Glitzer-Vögelchen.
Die Kirschen sind "negativ" appliziert, wie es Sabine neulich in ihrem Blog gezeigt hat. Die Stiele sind aus Velours ausgeschnitten.
Auf der anderen Seite ist ein Bäumchen appliziert, darauf Velours-Kirschen und -Vögelchen, der Stamm aus Glitzer-Bügelfolie.
Verziert mit gaanz vielen Band-Resten und Zierstichen ...
Dazu noch ein Brooklyn-Shrug, ebenfalls aus dem sckl-Buch. Schmaler genäht als vorgesehen - und es war trotzdem etwas "lommelig", also habe ich noch rundherum gestreiften Jersey als Bündchen etwas gedehnt angenäht, jetzt sitzt das Jäckchen doch etwas besser.Das war's vorerst mal, viel mehr wird's hier in nächster Zeit leider nicht zu sehen geben, denn ich muss mal wieder viel arbeiten ...
Liebe Grüße, Brigitte